Innenfolie oder Aussenfolie?

Die Frage ob eine Sonnenschutzfolie zur Innenanwendung oder ob eine Sonnenschutzfolie zur Aussenanwendung zum Einsatz kommt, hängt von folgenden Faktoren ab:
Grundsätzlich ist hier an erster Stelle zu erwähnen, dass die Abschirmung der Sonnenstrahlen von der Aussenseite her die Effektivste ist. Der Nachteil ist aber die geringere Lebensdauer (max. 10 Jahre). Sämtliche Glasarten (Floatglas, ESG, VSG, Drahtglas, Isolierglas) können mit Sonnenschutzfolie-Außenanwendung beschichtet werden.
Anders sieht es bei den Sonnenschutzfolien-Innenanwendung aus. Hier dürfen alle Gläser auch von Innen beschichtet werden mit einer wichtigen Ausnahme:
Doppelscheibenglas (Isolierglas) neueren Herstellungsdatums mit einem K-Wert besser als 3.0 W/m⊃2;K, also grob gesagt Isoliergläsern welche in den letzten 10 Jahren hergestellt wurden (Standard ist mittlerweile 1.1 W/m⊃2;K).

Dies sind Bedingungen welche durch die letzte Wärmeschutzverordnung manifestiert wurden. Bei diesen sogenannten Wärmeschutzisoliergläsern (K-Wert besser als 3.0 W/m⊃2;K) handelt es sich bereits um beschichtetes Glas welches durch eine werkseitig aufgebrachte Metallbedampfung eine bessere Wärmedämmung als 3.0 W/m⊃2;K erzielt.

Sollte dieses Glas nun mit einer Sonnenschutzfolie auf der Innenseite beschichtet werden, so kommt es im Glas zu Mehrfachreflektionen der Sonnenstrahlen und der SZR (Scheibenzwischenraum) heizt sich unnötig auf. Das hat zur Folge das der Randverbund der Isolierglasscheibe durch Volumenvergrößerung abscheren kann und die Isolierglaseinheit ggf. undicht wird oder die Scheibe sogar reißt.

Woran Sie erkennen um welche Glassorte es sich hanelt, lesen Sie bitte in unseren FAQ nach.


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